Flexibel und verbindlich gut betreut auch außerhalb der üblichen Kernzeiten

„Sichere Betreuung ist kein Zufall, aber oft immer noch ein Glücksfall“ – anders in der Kita Kasimir sowie bei KiTS Raupennest in Kooperation mit Kita Lillipuz - hier ist es selbstverständlich

Die erweiterte Betreuung bedeutet konkret, dass Kinder bereits in den frühen Morgenstunden oder bis über die übliche Schließzeit am Abend sowie auch an Samstagen in der Einrichtung fachkundig betreut werden können. Arbeitszeiten von Eltern, inklusive Anfahrt, liegen oft außerhalb der Kernzeiten einer Kita, die diese zumeist zwischen 8:00 und 17:00 Uhr angelegt hat.

Konkret bedeutet erweiterte Betreuung auch, dass sich lediglich die Öffnungszeiten der Einrichtung erweitern, nicht die Zeit, die das Kind in der Kita verbringt. Wenn ein 35- oder 45-Stunden-Kontingent gebucht ist, wird diese Dauer pro Woche nicht überschritten. Verbringt ein Kind einen Samstag in der Kita, bleibt es zumeist an einem anderen Tag in der Woche zuhause, wenn die Eltern ihren arbeitsfreien Tag haben, und die Familie genießt gemeinsam die gewonnene Zeit. Bietet eine Einrichtung die erweiterte Betreuungszeit an, entspannt sich der Bogen für die Beteiligten, beim Verbinden von Arbeits- und Familienzeit.

Einblick in die Praxis von Kita Kasimir und KiTS Raupennest

Derzeit beginnt in der Kita Kasimir die Frühbetreuung ab 6:00 Uhr und endet am Abend gegen 20:30 Uhr, hinzu kommt die Samstagsbetreuung. Die Zeiten werden mit den Eltern individuell vereinbart. „Wir brauchen rund 5 Tage Vorlaufzeit für die Planung. Wir richten uns nach dem Bedarf der Eltern und der Kinder", berichten Ines Fietze von der Kita Kasimir und Yvonne Mankel von KiTS Raupennest. „In der Früh haben die Kinder oft noch ein erhöhtes Ruhebedürfnis, auf das natürlich eingegangen wird. Dann gibt es für die Kinder nochmal ein Schläfchen im Ruheraum, wo sie ihr Bett mit ihrem eigenen Kuscheltier haben. Das gilt auch für die Zeit nach dem Abendbrot, die mit ruhigen Aktivitäten einher gehen kann wie Malen, Geschichten erzählen oder auch mal einem Hörspiel folgen. Es werden auch Ausflüge in die Umgebung gemacht, zum Pferdehof zum Beispiel oder auf Märkte. In >Werk-Ateliers< können sich die Kinder altersgemäß mit verschiedenen Materialien und Projekten befassen.“

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Motivation, Hintergrund und: Das Bundesprogramm „KitaPlus“

Viele Berufstätige in der Region sind in Einzelhandel, Service und Pflege beschäftigt, auch bei der Polizei und Feuerwehr gibt es Schichtarbeit und 6-Tage-Wochen. Für Eltern ist das oft mit großem organisatorischen Aufwand verbunden, wobei Verwandte, Freunde oder Tagesmütter*väter mit eingespannt werden müssen. Das bringt unter Umständen viel Unruhe für das Kind mit sich.

Insbesondere um Alleinerziehenden zu helfen, nimmt Alternative Lebensräume GmbH mit zwei Einrichtungen am Bundesprogramm „KitaPlus“ teil. Das Armutsrisiko für Alleinerziehende in Deutschland liegt bei 44%, sie leben fünfmal häufiger in Abhängigkeit eines Leistungsbezugs als Paarhaushalte.

Seit Sommer 2017 beteiligen sich die Kita Kasimir in Kreuztals Pfarrstraße sowie KiTS Raupennest zusammen mit der Kita Lillipuz in Siegen am Bundesprogramm „KitaPlus“, um den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Landrat Andreas Müller lobte seinerzeit den Pioniergeist der Trägerin Alternative Lebensräume GmbH. Ein fester Partner für KiTS Raupennest in Siegen-Achenbach ist IKEA, das in der Fortunastraße 5 Plätze in der Samstagsbetreuung für die Kinder seiner Mitarbeiter*innen finanziert.

Mit dem Bundesprogramm „KitaPlus: Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, soll Eltern durch eine Erweiterung der Öffnungszeiten in den Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert werden. Von Januar 2016 bis Dezember 2018 werden Kindertagesstätten sowie Kindertagespflegepersonen gefördert, die ihre Betreuungszeiten auf der Grundlage eines bedarfsgerechten Konzeptes erweitern. Im Mittelpunkt des Programmes steht das Anliegen, qualitativ gute Betreuung für Kinder zu Zeiten anzubieten, die den Bedürfnissen und Lebenslagen der Familien entsprechen. Es geht dabei nicht um eine Erweiterung des zeitlichen Umfangs der außerfamiliären Betreuung für einzelne Kinder, sondern um die Unterstützung von Familien durch passgenaue Betreuungsangebote mit guter pädagogischer Qualität.

Erfolgreiches Programm braucht sichere, fördernde Partner

Die Förderung durch das Bundesprogramm „KitaPlus“ ist zeitlich begrenzt und verlangt nach weiterem finanziellem Engagement vor Ort, wenn es erfolgreich und für die Region und deren Familienfreundlichkeit wesentlich ist. „Eine solche Förderung kann auch von Unternehmen ausgehen“, sagt Geschäftsführerin Sonja Becker und verweist auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit IKEA in Siegen. IKEA fördert im KiTS Raupennest in der Fortunastraße 5 Samstags-Plätze für seine Mitarbeiter*innen. „Gerne können an dem Modell interessierte Unternehmen oder Personalverantwortliche mit mir das Modell besprechen“, lädt Sonja Becker ein. IKEA selbst sagt zu seiner Motivation zur Zusammenarbeit mit KiTS Raupennest: „Der Samstag ist unser wichtigster Tag und wir möchten als attraktiver Arbeitgeber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieses Angebot bereithalten. Damit reagieren wir auf die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen, bieten zum Beispiel auch Berufsrückkehrern und Alleinerziehenden eine Möglichkeit Arbeit und Beruf besser kombinieren zu können“, erläutern Store Managerin Cathrin Scholz und Jan Bröckelmann (LocalMarketingSpecialist) ihr Engagement und ihr Zusammenspiel mit KiTS Raupennest. Eine Mutter, die bei IKEA nach der Erziehungszeit wieder eingestiegen ist, sagt: „Ohne dieses Angebot hätte ich noch nicht an die Berufsrückkehr zu denken gewagt. Mein Kind weiß ich sicher aufgehoben, es geht ja auch in der Woche ins Raupennest und fühlt sich dort wohl.“

Fragen zur erweiterten Betreuung beantworten wir Ihnen gerne

Ansprechpartnerinnen für interessierte Eltern:

Kita Kasimir in Kreuztal > Ines Fietze:

ines.fietze@alia-siegen.de / Tel.: 02732 . 558 13 69

KiTS Raupennest in Siegen > Yvonne Mankel: 

yvonne.mankel@alia-siegen.de / Tel.: 0271 . 3 18 03 12)

Ansprechpartnerin für an einer Förderung Interessierte > Sonja Becker:

sonja.becker@alf-siegen.de / Tel.: 0271 . 250 18 92