Update zum Projektstand housing first von alf

Wer das Projekt noch nicht kennt, kann sich weiter unten über den housing first Ansatz in der Wohnungslosenhilfe informieren, die Hintergründe und zum Start von housing first in 2019 bei alf etwas erfahren. Mittlerweile konnte die 3. Immobilie für housing first bereitgestellt werden.

Chancen für obdachlose Menschen in Siegen werden genutzt: Alternative Lebensräume GmbH mit Housing First Erfolgsbilanz

Die gemeinnützige Trägerin Alternative Lebensräume GmbH stellte im Jahr 2021 den ersten dauerhaften Mietvertrag für eine obdachlose Frau aus, die sich seitdem aus ihrer einstigen prekären Lebenslage befreit. Aus dem geschützten und sicheren Rahmen des Housing First Angebots heraus kommt sie zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Eigens für das Projekt hatte die Trägerin das Haus 2019 bereitgestellt und saniert. 2023 konnte eine zweite Immobilie mit 3 Wohneinheiten durch die Trägerin und erstmals in NRW mit Unterstützung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) für Housing First saniert werden. Anfang 2025 wurde die 3. Immobilie für das Projekt angeboten, in der in Kürze auch die letzte Wohnung an einen vormals Obdachlosen vermietet wird. Insgesamt leben im Umfang des Housing First Projektes künftig 10 Menschen im Raum Siegen, teils mit ihren Kindern, in einem regulären Mietverhältnis und können ihr Leben neu ordnen. Durch die „ganz normale Anschrift“ wird auch Stigmatisierung entgegengewirkt, so dass sie mit dieser Adresse aus der Spirale von „arbeitslos – wohnungslos – arbeitslos“ herauskommen können.

„Freue mich darauf, für mein Kind und mich wieder selbst kochen zu können.“

Projektleiterin für Housing First der Alternative Lebensräume GmbH, Lisa Assing: „Mich überrascht und bewegt regelmäßig, wie viel durch Housing First bewirkt werden kann. Ich frage die neuen Mieterinnen und Mieter, worauf sie sich jetzt am meisten freuen, und es sind die einfachsten Dinge, die den meisten von uns selbstverständlich sind. In erster Linie ist es das Gefühl von Sicherheit und Schutz, weil man eine Türe hinter sich verschließen kann. Sich einfach eine Weile im Badezimmer aufzuhalten und sich in Ruhe zu pflegen, oder wieder selbst zu kochen waren weitere Tätigkeiten, auf die sich die Mieterinnen besonders freuten. In anderen Fällen war es auch, dem Kind wieder ein Zuhause bieten zu können. In einem weiteren Lebenslauf wird sich darauf vorbereitet, beruflich wieder Fuß zu fassen.“

Sicherheit durch Wohnraum

In den Häusern der Trägerin wird auch auf die Hausgemeinschaft geachtet. In zwei Häusern leben nur Frauen und in einem sind es Männer. Lisa Assing: „Viele wohnungslose Frauen fallen in der Öffentlichkeit gar nicht auf, weil sie in ihrer Not ungünstige und oft gewaltbehaftete Beziehungen eingehen. In der Obdachlosigkeit sind schlimme Erfahrungen gemacht worden, Wunden entstanden, die heilen müssen. Das berücksichtigen wir natürlich. Durch unsere soziale Arbeit und weitere Angebote wie das ambulant betreute Wohnen, das genutzt werden kann, aber nicht muss, begleiten wir individuell diesen Prozess der Erholung. Übrigens: Dass weitere Hilfen genutzt werden können, aber nicht müssen, unterscheidet Housing First von anderen, teils stationären Angeboten, wo das zur Bedingung gemacht wird. Wir sind für die Mieterinnen und Mieter da und sehen immer wieder, dass es ganz wichtig ist, die Gesundheit wiederherzustellen, allgemeinmedizinisch, zahnmedizinisch oder eben auch therapeutisch. Denn mit der Obdachlosigkeit haben die Betroffenen oft die Anbindung an die medizinische Versorgung verloren. Sie haben oft auch aus Scham Kontakte zu ihren Familien abgebrochen. Auch hierbei können wir unterstützen, herauszufinden, welche Kontaktaufnahmen förderlich wären. Wenn die Person wieder gestärkter ist, kann an eine Wiedereingliederung ins Arbeitsleben gedacht werden.“

Was Obdachlosigkeit kostet

Erfahrungen und Berechnungen zeigen und legen nahe, dass der Housing First Ansatz um einiges wirtschaftlicher ist als die bisherigen Maßnahmen, Menschen in Wohnheimen unterzubringen. Hier gibt es eine Zahl des Instituts für angewandte Wirtschaftswissenschaften der Freien Universität Brüssel aus dem Jahr 2023, dass ein Obdachloser den Staat 40.000 bis 52.000 Euro jährlich kosten würde (Berliner Morgenpost). Es ist leicht auszurechnen, dass ein Mietverhältnis in jedem Fall günstiger ist, auch wenn weitere Transferleistungen wie Wohngeld gezahlt werden. Sonja Becker: „Und von der Straße wegzukommen, ist ohne feste Bleibe schwer und oft perspektivlos. Durch Housing First erleben wir es, dass die Menschen wieder zuversichtlich werden und damit beginnen, ihrem Leben wieder eine positive Wendung zu geben.“

Lisa Assing ergänzt: „Es gab ja auch eine Zeit in deren Leben, in der es besser lief. Die Gründe für die Obdachlosigkeit liegen dabei in Lebenseinschnitten, die weit verbreitet sind. Oft sind es Schulden, die entstanden sind durch Arbeitslosigkeit oder Trennung. Das ist ein weiterer Hauptgrund, wenn Beziehungen zerbrechen und einer auf einmal ausziehen muss. Ein weiterer Grund ist, keinen Anschluss an einen stationären Aufenthalt zu haben.“

Housing First als eine Antwort auf Obdachlosigkeit in der Region

Laut Statistischem Bundesamt stieg die Obdachlosenquote zuletzt um 8 % in Deutschland. In Finnland wurde 2008 das Konzept Housing First begonnen und bis heute konnte dort die Obdachlosigkeit um 60% gesenkt werden. Alternative Lebensräume GmbH konnte in diesem Jahr im Rahmen von Housing First weitere 4 Wohnungen bereitstellen und im Januar wird die 10. Person aus der Obdachlosigkeit herausfinden, in einem Haus der Trägerin. Sonja Becker: „Es zeigt sich, dass die Menschen in einer Housing First Wohnung dauerhaft aus der Obdachlosigkeit herauskommen können. Unsere bestehenden Mietverhältnisse bisher ermutigen uns auf diesem Weg.“ Daher werde die Trägerin auch weiterhin nach Häusern und Wohnungen für das Projekt Housing First suchen und dafür werben.

Lisa Assing: „Wir begleiten auch private Wohnungsgebende oder Körperschaften durch den Prozess zur Beantragung der Unterstützung durch den LWL für das Projekt. Hier können Förderungen für Neubau, Erwerb, Sanierung oder Vermietung erhalten werden. Voraussetzung dafür ist, dass das Objekt an eine Person vermietet wird, die zuvor 1 Jahr obdachlos war und Hilfe benötigt. Wir würden uns im weiteren Verlauf auch um die entsprechende Vermietung kümmern und ich freue mich, wenn Interessierte sich bei mir unter 01578-0913926 melden.“

   

 

Zweites Haus für alf housing first ist bezugsbereit!

Erstmals in NRW fördert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) die Einrichtung eines housing first Hauses!

Die drei Wohnungen in dem Haus in Siegen konnten fertiggestellt werden und sind bezugsfertig. Das Haus ist günstig gelegen und bietet den nötigen Schutzraum, den die Frauen brauchen.

 

Großzügige Spende von Gut Tat e.V. für Housing First von alf

Der Verein Gut Tat e.V.-Freude am Helfen, überreichte jüngst eine großzügige Spende über 4.000€ an das Projekt housing first der Alternative Lebensräume GmbH. Beim Ortstermin in dem neu erworbenen Haus der Trägerin für housing first konnten sich der Vorsitzende Frank Klein und die stellvertretende Vorsitzende Anke Janczyk einen Einblick verschaffen. Sonja Becker, Geschäftsführerin der Alternative Lebensräume GmbH, führte durch das renovierungsbedürftige Haus und erläuterte den Kern des Projekts Housing First. „housing first sorgt dafür, dass bei uns Frauen direkt aus ihrer Not herauskommen, dass sie beispielsweise von der Straße kommen oder aus einer perspektivlosen Wohnsituation. Fast 50.000 Menschen hatten 2020 laut eines Berichts des Ministeriums in NRW keine eigene Wohnung.“ Dass es immer schwieriger werde, wohnungslosen Menschen eine Wohnung zu vermitteln, gerade aktuell, wenn sozialer Wohnraum wegfalle, kleinere, bezahlbare Wohnungen kaum verfügbar seien und es mehr Suchende als Vermietende gäbe, wusste Immobilienmakler Frank Klein aus eigener Erfahrung. So freuen sich die Vertreter von Gut Tat auch darüber, dass im ersten Haus von housing first in Siegen zwei Frauen, eine davon mit ihren Kindern, ein sicheres Zuhause bekommen haben und die damalige Gut Tat-Spende wirksame Verwendung fand.

Sonja Becker: „Für die Frauen, die bei uns einziehen, ist das teilweise ihr erster eigener Mietvertrag! Das Wohnen ist für sie viel mehr als ein Dach über dem Kopf. Es ist ein Stück neuer Freiheit, eine Einladung, sich selbstbestimmt um das eigene Leben in einer ruhigen und geschützten Umgebung zu kümmern. Viele Frauen haben zuvor Gewalt erlebt. In unseren Häusern können sie die Tür hinter sich zu machen. Zudem haben sie durch die anderen Mieterinnen eine Umgebung, in der sie sich gut aufgehoben fühlen können.“ Das neue housing first Haus in Siegen bietet bereits drei abgeschlossene Wohnungen, aber es gibt viel Renovierungsbedarf, der überwiegend in Eigenleistung der Trägerin erfolgen wird. Dennoch braucht es Finanzmittel, etwa zum Erwerb von drei Küchen. Erstmals fördert in NRW auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe housing first in Siegen, mit dem Ziel, „die Zahl der obdachlosen Personen zu verringern“.

Den Vorsitzenden von Gut Tat e.V. – Freude am Helfen, gefällt es, dass ihre großzügige Spende in die Anschaffung von Küchen fließen wird. Das Spendengeld hat der Verein, der gerne „Maßnahmen in der Region unterstützt, die eine Förderung verdienen“, unter anderem durch kulinarische Stände wie bei Siegtal Pur eingenommen.

Auf dem Foto sehen Sie von links nach rechts: Geschäftsführerin Alternative Lebensräume GmbH, Sonja Becker, Vorsitzender und stellvertretende Vorsitzende von Gut Tat-Freude am Helfen e.V., Frank Klein und Anke Janczyk.

So war Haus 1 vorher

So ist Haus 1 nach dem Arbeitseinsatz geworden

Raum für einen Neuanfang

Das alte Schätzchen wurde mächtig aufpoliert und modernisiert: Heizanlage, Strom, 2 Bäder, neue Fußböden, teils neue Wände eingezogen. Jetzt ist das Haus bereit in zwei Wohneinheiten Frauen in Wohnungsnotlage eine Bleibe und Zukunftsperspektive zu geben. In der unteren Wohnung ist Platz für eine Frau mit einem oder zwei Kindern. Die obere Wohnung ist für eine Frau passend. Jede Wohnung verfügt über ein Duschbad. Unten ist eine Küche nebst einem Essbereich, oben ist eine Essküche und man kann auf eine kleinen Dachterrasse. Um das Haus gibt es einen kleinen Garten mit knorrigem Apfelbaum. Die Gestaltung der Außenanlage freut sich schon auf das kommende Frühjahr und mögliche weitere Unterstützung aus der Bürgerschaft.

Neuer Ansatz in der Wohnungslosenhilfe

Die gemeinnützige Gesellschaft Alternative Lebensräume GmbH geht neue Wege in der Wohnungslosenhilfe. Sie möchte den "housing first Ansatz" umsetzen und dabei speziell auf die Bedürfnisse obdachloser Frauen eingehen. Dafür wurde eine Immobilie im Stadtgebiet von Siegen erworben. Finanziell möglich macht das ein Projekt des Paritätischen NRW und eine Kunstspende von Gerhard Richter.

Lesen Sie hier über das Projekt, die Notwendigkeit und erfahren Sie mehr über die Wohnungslosigkeit von Frauen, sie ist nämlich anders, als die von Männern und braucht andere Hilfsangebote.

Um für die weibliche Zielgruppe sicheren Wohnraum zu finden, nutzen die Mitarbeiterinnen von alf auch schon mal provokante Thesen und erhalten prominente Unterstützung!

Über 1 Mio. Menschen von Wohnungslosigkeit betroffen, davon 1/4 Frauen

Wohnungslosigkeit ist ein steigendes Problem. Nach Schätzungen der BAGW waren 2018 bereits über eine Million Menschen betroffen. Rund ein Viertel von ihnen sind Frauen. Eine vage Schätzung – die Dunkelziffer mag viel höher sein. Wohnungslosigkeit bei Frauen gestaltet sich oft anders als bei Männern - sie ist unauffälliger, versteckter. Man spricht von verdeckter Wohnungslosigkeit. Obdachlose Frauen halten sich weniger in der Öffentlichkeit auf, bemühen sich nicht verwahrlost zu wirken. Sie suchen Unterschlupf bei Verwandten und Bekannten oder halten sich in Paarbeziehungen auf, die sie ohne die Notlage vielleicht nicht führen würden. Der Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben wird immer schwieriger. Auch sind die Hintergründe oft andere als bei Männern: Häufiger haben Frauen traumatische Gewalterfahrungen gemacht. Die Unterbringung in gemischten Notunterkünften ist für sie keine Option. Es braucht ein besonderes Umfeld, damit sich auch Frauen mit traumatischen Erfahrungen wieder sicher fühlen. Der Ansatz von „Alternative Lebensräume“ daher: Wohnungslosen Frauen ein Umfeld geben in dem sie sich sicher fühlen, zur Ruhe kommen können, ihr Leben wieder ordnen können. Um das zu gewährleisten möchte die gemeinnützige Gesellschaft erstmals im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein und Olpe, housing first umsetzen – mit Blick auf die besonderen Bedürfnisse obdachloser Frauen.

Geschäftsführerin der Alternative Lebensräume GmbH, Sonja Becker: „Unser Hilfeangebot für Frauen, die von Wohnungslosigkeit betroffen oder bedroht sind, umfasst bisher leider nur einen befristeten Aufenthalt. Mit housing first könnten wir unser Angebot dahingehend erweitern, dass wir als erstes die Wohnungslosigkeit der Frau beheben, damit sie sich erholen und stabilisieren kann, ohne Zeitdruck, und sie von Beginn an weiß: Hier darf und kann ich bleiben. Sie werden nachhaltig von dem Problem der Wohnungslosigkeit befreit und wieder in die Lage versetzt aus einem sicheren Zuhause ihr Leben zu gestalten.“ Die bei alf für das Projekt arbeitende Sozialarbeiterin Lisa Assing ergänzt: „Die Frauen kämen damit dauerhaft aus der Spirale heraus, von Abhängigkeit-Obdachlosigkeit-Einrichtung-Abhängigkeit …“

Frauen in Wohnungslosigkeit: oft traumatisiert durch Gewalterfahrungen

Carla* (Name geändert) ist 45 Jahre alt. Damals floh sie vor ihrem gewalttätigen Freund und flüchtete in ein anonymes Leben auf der Straße. Dann kam Carla zu „Alternative Lebensräume für Frauen“ – kurz: alf. Durch eine schwere Lungenentzündung in einem kalten Winter sagte der behandelnde Arzt „du musst hier weg, sonst stirbst du…“. „alf“ beschreibt Carla als einen Ort, an dem sie sicher ist und so aufgenommen wird wie sie ist. Bereits Carlas Kindheit ist geprägt durch Gewalterfahrungen und Ablehnung – Erfahrungen und Gefühle die viele betroffene Frauen erleben und beschreiben. „Bei alf habe ich immer eine Ansprechpartnerin, wo ich Last abwerfen kann. Sie hilft mir auch, eine sichere Wohnung zu finden.“

alf erhält für housing first prominente Unterstützung

Zum Projekt housing first

Bei housing first handelt es sich um einen vielversprechenden Ansatz in der Wohnungslosenhilfe, der bislang aber kaum in Deutschland umgesetzt wird. Das möchte der Paritätische Wohlfahrtsverband NRW ändern: Zusammen mit dem Düsseldorfer Wohnungslosenhilfsverein „fiftyfifty“ setzt dieser das Projekt „housing-first-fonds“ um. „Das Interesse housing first zu praktizieren ist in der Wohnungslosenhilfe groß, doch meist fehlt sozialen Vereinen das Geld um selbst Wohnungen anzukaufen“, erklärt Projektkoordinatorin Sylvia Rietenberg. Hier kommt der Fonds ins Spiel: Aus diesem erhalten die Träger das Grundkapital, das zur Finanzierung einer Immobilie notwendig ist. Darüber hinaus bietet der „housing-first-fonds“ fachliche Unterstützung: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kooperationspartner erhalten Weiterbildungen für die praktische Umsetzung von Housing-First. Ein Konzept, das auch das Land NRW überzeugte: Die Durchführung wird durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW gefördert. Der Fonds selbst finanziert sich über andere Art und Weise: Über den Verkauf von Kunst. Der berühmte Maler Gerhard Richter spendete 18 Drucke seiner abstrakten „Cage“-Reihe. Diese verkauft „fiftyfifty“ über die eigene Benefizgalerie in Düsseldorf. Die Erlöse fließen in den Fonds. Das soll nun auch von Wohnungslosigkeit betroffenen Frauen in Siegen zugutekommen.

housing first rückt Wohnraum an die erste Stelle. Von Obdachlosigkeit Betroffene erhalten eine Wohnung – ohne Bedingungen. Was nur logisch klingt, ist ein regelrechter Paradigmenwechsel in der Wohnungslosenhilfe. Klassischerweise werden Betroffene nämlich zunächst in Übergangsunterkünften und Wohnheimen untergebracht. Der Aufenthalt in diesen Wohnformen ist oft zeitlich begrenzt und an Auflagen gekoppelt. Statt Mietverträge gibt es Nutzungsverträge. Oft landen Betroffene wieder auf der Straße, denn auf dem Wohnungsmarkt, gerade in großen Städten, haben sie kaum eine Chance. housing first kehrt das Vorgehen um: Als erstes bekommen Betroffene eine Wohnung mit einem normalen, unbefristeten Mietvertrag. Sie können zur Ruhe kommen und ihre Angelegenheiten regeln: Sozialarbeiterische Hilfen stehen ihnen wohnbegleitend zur Seite. Studien aus den USA und mehreren europäischen Ländern belegen: housing first beendet Wohnungslosigkeit langfristig und ist günstiger als die wiederholte Unterbringung im Betreuten Wohnen.

Unterstützung erhielt alf auch von der Künstlerin Anka Zink, die im Rahmen ihres Programms "Ende der Bescheidenheit" im Kulturhaus LYZ Raum bot, um für housing first Spenden zu sammeln. Selbst spendete die bekannte Kölner Kabarettistin einen Anteil ihrer abendlichen Buchverkäufe.

Wenn Sie weiteres über housing first und den housing-first-fonds erfahren möchten: www.housingfirstfonds.de